Klicken beim Lenken
Woher das Geräusch kommt
Bremsen und Lenkung, Bereich des Rades
Nicht aufschieben: in den nächsten Tagen prüfen lassen
Klicken beim Lenken klärt sich mit einer einfachen Frage: Fährt das Auto in diesem Moment oder steht es? Knacken und Klicken bei Fahrt mit eingeschlagenem Lenkrad ist die Handschrift des äußeren Gleichlaufgelenks, des Gelenks, über das die Drehung an das lenkende Rad geht. Je größer der Einschlag und je ruppiger das Anfahren, desto deutlicher das Knacken. Alles beginnt meist mit einer gerissenen Manschette — der Gummihülle, die das Gelenk vor Schmutz schützt.
Sind die Klicks dagegen beim Lenken am stehenden Auto zu hören, ist das Gleichlaufgelenk meist unschuldig. Ein Knirschen von oben, aus dem Radhaus, kommt vom Domlager des Federbeins — dem Lager, auf dem sich das Federbein mit dem Rad mitdreht. Klicks im Lenkrad selbst, unten bei den Füßen, sind das Lenkzwischengelenk zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe. Keine dieser Varianten heißt, das Auto stehen zu lassen, aber monatelang aufschieben sollte man sie ebenso wenig.
Mögliche Ursachen
| Ursache | Wie wahrscheinlich | Gefahr |
|---|---|---|
| Äußeres Gleichlaufgelenk | Am häufigsten — wenn es bei Fahrt mit Einschlag knackt | diese Woche in die Werkstatt |
| Domlager des Federbeins | Häufig — wenn es im Stand knirscht, von oben aus dem Radhaus | diese Woche in die Werkstatt |
| Lenkzwischengelenk (Kreuzgelenk der Lenksäule) | Wenn die Klicks im Lenkrad selbst zu hören und zu spüren sind | diese Woche in die Werkstatt |
| Spurstangenköpfe oder Lenkgetriebe | Seltener; meist Klopfen statt Klicken | diese Woche in die Werkstatt |
| Inneres Gleichlaufgelenk, Koppelstangen | Seltener; werden bei derselben Diagnose mitgeprüft | diese Woche in die Werkstatt |
Können Sie weiterfahren
Mit einem knackenden Gleichlaufgelenk können Sie fahren, den Wechsel aber nicht länger als ein bis zwei Wochen hinausschieben: Im schlimmsten Fall geht ein verschlissenes Gelenk fest, und das ist kein Geräusch mehr, sondern ein liegengebliebenes Auto. Bis zur Reparatur hilft ein schonender Umgang — nicht mit vollem Einschlag ruppig anfahren.
Domlager und Lenkzwischengelenk bringen mehr Unbehagen als unmittelbare Gefahr, doch die Lenkung ist ein Sicherheitsbauteil, deshalb sollten Sie die Diagnose in den nächsten Tagen machen: Auf der Hebebühne dauert sie wenige Minuten. Grund zur Eile: Das Lenkrad ist um die Mittellage gefühllos geworden, das Auto schwimmt in der Spur, oder die Klicks sind plötzlich viel häufiger.
Was Sie selbst prüfen können
- Die Szenarien auf einem leeren Parkplatz trennen: Tritt das Knacken bei der Fahrt im Kreis mit Einschlag auf — oder sind die Klicks beim Lenken am stehenden Auto zu hören?
- Die Manschetten der Gleichlaufgelenke ansehen — die Gummifaltenbälge an der Innenseite jedes Vorderrads. Ein Riss mit herumgeschleuderter Fettschmiere ist eine fast bestätigte Diagnose.
- Jemanden bitten, bei abgestelltem Motor zu lenken, und dabei die Hand auf das Federbeinlager unter der Haube legen: Die Klicks eines verschlissenen Domlagers sind mit der Hand zu spüren.
- Bei abgestelltem Motor das Lenkrad hin und her bewegen und unten bei den Füßen lauschen: Ein deutliches Klicken in der Säule verrät das Lenkzwischengelenk.
- Sich merken, von welchem Rad das Knacken bei der Fahrt kommt und in welcher Kurve es lauter ist — diese Details verkürzen die Suche in der Werkstatt deutlich.
Die Ursache mit Fragen eingrenzen
Beantworten Sie ein paar Fragen — der Diagnosebaum kürzt die Liste der Ursachen für Ihren Fall.
Wobei die App hilft
In der App Pro-Stuk sind diese Verzweigungen zu einem kurzen Fragebaum zusammengefasst: fährt das Auto oder steht es, woher kommt das Geräusch, wie sehen die Manschetten aus. Das Knacken lässt sich mit dem Telefon aufnehmen und mit Beispielen vergleichen. Im Bericht stehen wahrscheinliche Ursachen mit Einschätzung und eine Empfehlung zum Zeitrahmen: ohne Panik, aber auch ohne einen Monat vergessene Klicks.
Häufige Fragen
Was ist ein Gleichlaufgelenk und warum klickt es?
Es ist das Gelenk, das die Drehung an ein Rad überträgt, das zugleich lenkt. Gelangt durch eine gerissene Manschette Schmutz hinein, verschleißen Kugeln und Laufbahnen, und unter Last mit Einschlag beginnt es deutlich zu knacken.
Wie lange kann man mit einem klickenden Gleichlaufgelenk fahren?
Eine feste Lebensdauer gibt es nicht: Bei den einen hält das Gelenk Monate, bei den anderen ist es in zwei Wochen erledigt. Ein vernünftiger Richtwert: den Wechsel nicht über ein bis zwei Wochen hinausschieben und bis dahin nicht mit vollem Einschlag ruppig anfahren — so ist die Belastung am geringsten.
Warum knirscht es beim Lenken am stehenden Auto?
Im Stand dreht sich das Rad nicht, und das Gleichlaufgelenk arbeitet nicht. Ein Knirschen auf der Stelle kommt meist vom Domlager des Federbeins — der Ton kommt von oben aus dem Radhaus — oder vom Lenkzwischengelenk, wenn es im Lenkrad selbst klickt. Beide Teile prüft die Werkstatt in wenigen Minuten.