Ein rhythmisches Klack-Klack-Klack, das mit dem Auto schneller wird, ist einer der wenigen Autotöne, deren Quelle Sie selbst in fünf Minuten in der Einfahrt finden können. Dieser Rhythmus heißt, dass etwas einmal pro Radumdrehung berührt oder anschlägt. Die Kandidatenliste ist kurz und die meisten sind harmlos. Manche verlangen aber anzuhalten, also sieht man besser gleich nach statt „wenn Zeit ist“.

Warum das Klacken rhythmisch ist

Die Frequenz des Tons hängt an der Raddrehzahl. Bei 30 km/h dreht sich ein Rad etwa vier Mal pro Sekunde und das Klacken ist als einzelne Schläge hörbar; bei 80 km/h verschmelzen sie zu einem Klappern oder sogar Schnarren. Daher die erste Prüfregel: Verkürzen sich die Abstände zwischen den Klacks proportional mit steigendem Tempo, dreht sich die Quelle. Ändert sich der Rhythmus nicht oder ist der Ton chaotisch, suchen Sie anderswo — im Fahrwerk, an den Befestigungen des Unterfahrschutzes oder am Auspuff.

Der zweite Wegweiser ist die Reaktion aufs Bremsen. Klacken, das bei leichtem Pedaldruck wächst oder verschwindet, kommt fast sicher von der Bremse: dem Träger, einer Belagfeder oder einer verzogenen Scheibe. Klacken, dem die Bremse gleichgültig ist, gehört zum Rad: Profil, Felge, Radkappe, Auswuchtgewicht.

Was üblicherweise klackt

QuelleWie es sich zeigtWas zu tun ist
Stein in einer ProfilrilleKlares Klacken, geht von allein wegMit einem Schraubendreher heraushebeln
Schraube oder Nagel im ReifenMetallischer Ton, fallender DruckZur Reifenwerkstatt
Abgefallenes AuswuchtgewichtKlacken plus LenkradzitternNeu auswuchten
Radkappe oder Radhausschale streiftKunststoffton, ändert sich in KurvenAnsehen, befestigen
Riefe auf der BremsscheibeTon im Takt, reagiert aufs PedalScheibe ansehen
Stein zwischen Scheibe und AnkerblechSchleifendes Klacken, bei niedrigem Tempo hörbarEntfernen, nachsehen

Die Reihenfolge der Sichtprüfung ist einfach. Rollen Sie den Wagen ein paar Meter vor, um einen neuen Teil des Profils nach oben zu bringen, und sehen Sie die Lauffläche rundum an — Steine und Schrauben fallen sofort auf. Dann sehen Sie in den Spalt zwischen Bremsscheibe und Ankerblech: Dort kommt oft Splitt hinein und gibt ein schleifendes Klacken, besonders bei niedrigem Tempo. Prüfen Sie die Radkappe: abnehmen und einmal um den Block fahren. Ist der Ton weg, ist die Frage geklärt.

Wann Klacken mehr bedeutet

Es gibt drei Szenarien, in denen nichts aufgeschoben werden sollte. Erstens Klacken zusammen mit fallendem Reifendruck: Luft entweicht, und bei Tempo kann das damit enden, dass der Reifen von der Felge läuft. Zweitens Klacken zusammen mit Lenkradvibration und längerem Bremspedalweg: Eine verzogene Scheibe oder ein klemmender Bremssattel ist möglich — Rubbeln beim Bremsen. Drittens ein metallisches Schleifen, das beim Lenken zunimmt — dort steht bereits die Nabeneinheit im Verdacht.

Kommt bei niedrigem Tempo ein gleichmäßiges Rascheln zum Klacken dazu, treten diese Symptome oft gemeinsam auf. Und gesellt sich Quietschen beim Bremsen dazu, ist die Lage in Bremsenquietschen bei niedrigem Tempo beschrieben. Der Katalog der Geräusche von unten, mit Beispielen und einer Prüfreihenfolge, steht auf der Symptomseite Klappern unter dem Auto.

Wie über die Reparatur entschieden wird

Die gute Nachricht: Die meisten Klackursachen gehören zu den günstigsten Reparaturen am Auto — ein herausgehebelter Stein, eine wieder eingeclipste Radkappe, ein neu ausgewuchtetes Rad, ein geflickter Reifen. Was die Arbeit entscheidet, ist, auf welcher Seite des Bremstests Sie landen: Töne, denen das Pedal gleichgültig ist, gehören zum Rad und werden meist in der Reifenwerkstatt erledigt, während Töne, die aufs Pedal antworten, auf die Hebebühne gehören.

Zwei Dinge, die man wissen sollte. Wird eine Schraube gefunden, fragen Sie, wo sie sitzt: Ein Einstich in der Lauffläche ist reparabel, einer in der Flanke oder Schulter nicht, und eine Werkstatt, die ihn trotzdem flickt, verkauft Ihnen einen Reifen, der später versagt. Und ist eine Scheibe verriefelt, fragen Sie, ob genug Material zum Abdrehen bleibt — unterhalb der eingeprägten Mindeststärke ist Abdrehen keine Option und eine neue Scheibe die einzige ehrliche Antwort.

Es lohnt sich auch, mit sich selbst eine Frist zu vereinbaren. Ein Stein fällt binnen ein bis zwei Tagen heraus, und ist das Klacken eine Woche später noch da, trägt die These „nur ein Steinchen“ nicht mehr — Zeit für die Hebebühne.

Konnten Sie die Quelle mit den Augen nicht finden und ist der Ton nur in Bewegung hörbar, nehmen Sie ihn in der Stuk-App bei einer Fahrt durch einen ruhigen Hof mit geöffnetem Fenster auf. Die App gleicht die Aufnahme mit Ihren Antworten zu Tempo und Bremsreaktion ab und zeigt die wahrscheinlichen Ursachen in Prozent — und schlägt vor, welches Rad zuerst anzusehen ist.