Ein Klopfen, das über kleine Unebenheiten direkt ins Lenkrad kommt, ist eine Beschwerde, die in einer Werkstatt fast immer zwei Wörter erzeugt: das Lenkgetriebe und die Köpfe. Das Lenkgetriebe wandelt die Drehung des Lenkrads in eine Querbewegung der Spurstangen. Die Spurstangenköpfe sind die Kugelgelenke an den Enden dieser Stangen, die sie mit den Achsschenkeln verbinden. Beide verschleißen mit der Laufleistung, beide klopfen über Unebenheiten, und ihre Kosten sind völlig verschieden: Der Abstand zwischen dem Tausch eines Kopfes und der Instandsetzung eines Lenkgetriebes ist zehnfach. Die Versionen sollte man also vor und nicht nach der Auftragsunterschrift trennen.
Wie sich beides anhört
Das Lenkgetriebe klopft aus der Mitte, dumpf und „von innen“. Sein charakteristischer Marker ist, dass das Klopfen auf fein welligen Straßen bei nahezu geradem Lenkrad auftritt, in die Lenksäule wandert und über die Handflächen als leichte Schläge spürbar ist. Ein weiteres Zeichen: Das Klopfen ist am stehenden Auto hörbar, wenn man das Lenkrad in kleinem Winkel nach links und rechts ruckt.
Ein Spurstangenkopf klopft schärfer und näher am Rad. Sein typisches Szenario sind einzelne Klacks über Dehnungsfugen und beim Wechsel der Lenkrichtung, auf einer Seite lokalisiert. Ein verschlissener Kopf geht fast immer mit einem ziehenden Wagen und ungleichmäßigem Reifenverschleiß an der Profilkante einher.
| Zeichen | Lenkgetriebe | Spurstangenkopf |
|---|---|---|
| Ort | Aus der Mitte, unter dem Armaturenbrett | Von einer Seite, am Rad |
| Klangfarbe | Dumpf, innerlich | Ein trockenes Klacken oder Klopfen |
| Am stehenden Auto | Klopft beim Bewegen des Lenkrads | Meist still |
| Lenkspiel | Freie Bewegung vorhanden | Tritt im späten Stadium auf |
| Reifenverschleiß | Kein direkter Zusammenhang | Oft ungleichmäßig an der Kante |
| Prüfung | Lenkrad mit Helfer bewegen | Rad waagerecht rütteln |
Die Prüfungen, die Sie selbst machen
Die erste braucht einen Helfer. Das Auto steht, Motor aus, das Lenkrad wird innerhalb seines Spiels nach links und rechts bewegt, während Sie eine Hand an der Spurstange nahe der Manschette des Lenkgetriebes halten. Ein durch die Handfläche als Schlag aus dem Gehäuse spürbares Klopfen zeigt auf das Lenkgetriebe — die vollständige Methode steht in Klopfen im Lenkgetriebe: wie man es erkennt.
Die zweite ist am Rad. Ein angehobenes Rad wird auf 9 und 3 Uhr gegriffen und waagerecht gerüttelt. Spiel in dieser Ebene zeigt auf die Lenkungsteile: Kopf, Stange oder das Lenkgetriebe selbst — die Prozedur steht in Spurstangenköpfe auf Spiel prüfen. Spiel in der Senkrechten, auf 12 und 6, führt die Diagnose zu Nabe oder Traggelenk. Nach Bauteil zu trennen statt nach Lautstärke ist das allgemeine Prinzip; es gilt auch in Klopfen beim Bremsen: Beläge oder Bremssattel.
Die dritte ist nach Spuren. Eine gerissene Manschette am Lenkgetriebe, Flecken von Servoöl, eine aufgerissene Manschette an einem Kopf — all das ist sichtbar und beschleunigt das Gespräch. Der allgemeine Katalog der Fahrwerks- und Lenkungsgeräusche steht auf der Symptomseite Klopfen im Fahrwerk.
Was oft für die Lenkung gehalten wird
Teile, die neben Lenkgetriebe und Spurstangen arbeiten, klopfen sehr ähnlich, kosten aber weniger. Die Koppelstangen sind der erste Kandidat: Ihr Ton kommt ebenfalls auf kleinen Unebenheiten und erreicht ebenfalls den Vorderwagen, ist aber gleich, egal was die Lenkung tut — Koppelstangen klopfen: wie man sie prüft. Ein Federbeinlager knirscht und klackt speziell beim Drehen des Lenkrads, auch im Stand, und ist geradeaus still. Eine verschlissene Querlenkerbuchse klopft dumpf und fällt beim Anfahren und Bremsen stärker auf. Bevor Sie Arbeiten am Lenkgetriebe zustimmen, lassen Sie dieses Trio ausschließen — es ist günstiger und häufiger.
Wie über die Reparatur entschieden wird
Eine Achsvermessung nach jeder Arbeit an den Spurstangen ist Pflicht und wird im Budget oft vergessen: Ohne sie stimmt die Geometrie nicht und die Reifen verschleißen schnell.
Noch eine Beobachtung aus der Praxis: Ein Klopfen des Lenkgetriebes entpuppt sich oft als Begleiter statt als einziger Fehler. Zeigt die Hebebühne sowohl Spiel in einem Kopf als auch freie Bewegung im Lenkgetriebe, ist es klüger, zuerst die Köpfe zu tauschen und den Ton neu zu beurteilen — manche Klopfgeräusche verschwinden danach schlicht, und die teure Lenkgetriebearbeit verschiebt sich auf unbestimmte Zeit. Bitten Sie den Mechaniker, Ihnen das Spiel an jedem Teil zu zeigen statt es zu beschreiben.
Lenkungsgeräusche lassen sich gut aufnehmen, wenn man weiß, wo man suchen muss. Fahren Sie über einen fein welligen Belag und nehmen Sie den Ton in der Stuk-App auf, machen Sie dann eine zweite Aufnahme auf einem Parkplatz beim Bewegen des Lenkrads. Die App vergleicht sie und zeigt die wahrscheinlichen Ursachen in Prozent — und schlägt vor, in welcher Ebene mit der Spielprüfung zu beginnen ist.